Privat

Der Familienmensch

„Der Mann, dem die Familie über alles geht“, so überschrieb 1995, im Vorfeld der Regierungsratswahlen, der Journalist Dominik Thali ein Porträt des Kandidaten Toni Schwingruber. Dieser Einschätzung ist der Regierungsrat aus Werthenstein treu geblieben, auch wenn in den acht Jahren seit der ersten Wahl die Zeit für die Familie immer knapper geworden ist. Die drei Töchter Katrin, Corina und Claudia sind inzwischen Erwachsene, seine Frau, Lisbeth Schwingruber-Iten, betätigte sich als Gymnastiklehrerin. In der Familie findet Toni Schwingruber immer wieder jenen selbst-verständlichen Rahmen, ohne den er sich sein Leben kaum vorstellen könnte. Aufgewachsen mit acht Geschwistern in finanziell engen Verhältnissen, hat er früh erfahren, dass eine Familie, die zusammenhält, Schicksalsschlägen eher zu trotzen vermag. Mit seinen Brüdern und Schwestern ist er übrigens auch heute noch eng verbunden.

 Daheim in Werthenstein

Eine ähnlich starke Bindung hat Toni Schwingruber zu seiner Wohngemeinde Werthenstein. Dort ist er aufgewachsen, dort fühlt er sich auch heute daheim. Mit seiner Familie bewohnt er ein eigenes Haus etwas oberhalb der Wallfahrtskirche. Seit dem Sommer (Juli 2010) darf sich Toni nicht nur Vater von 3 Töchtern, sondern auch Grosspapi nennen. Und seit dem November 15 ist er nun bereits dreifacher „Popapa“.  Auch als Pensionist nutzt er die Dienste der SBB noch immer gerne. Als Gemeindepräsident (1987-95) konnte er die Freuden und Nöte einer weitverzweigten Berg- und Talgemeinde sehr direkt erfahren. Über die Geschichte der Gemeinde und der Wallfahrtskirche hat er geforscht und als Autor an mehreren Publikationen mitgearbeitet. Trotz stark belegter Agenda pflegt er den persönlichen Kontakt im Dorf und in der Pfarrei. Das Gespräch am Wirtshaustisch, die Teilnahme am Dorfleben sind für ihn nicht einfach Pflichtübung, sondern ein Bedürfnis.

Musik vor allen Dingen

Toni Schwingruber ist, seinem offenen Wesen gemäss, ein vielseitig interessierter Mensch. Musik in fast allen Formen spricht ihn ganz besonders an, und er musiziert nach wie vor selber auf seinem Schwyzerörgeli, wenn immer Zeit und Gelegenheit dies erlauben. Aber auch für Theater, Volkskunde, Lokalgeschichte und Brauchtum kann er sich begeistern. Zudem liest er Bücher und Zeitschriftenbeiträge, die sich mit politischen, wirtschaftlichen, sozialen oder religiösen Zeitfragen auseinandersetzen. Seit vielen Jahren befasst er sich mit dem „Sulzigjoggeli“, dem führenden Kopf einer religiösen Bewegung des 18. Jahrhunderts, der aus Werthenstein stammte und, als angeblicher Ketzer verurteilt, ein trauriges Ende auf dem Scheiterhaufen fand.

Vom Schwingen fasziniert

Das Arbeitspensum des Regierungsrats setzt der Freizeit enge Grenzen. Toni Schwingruber lässt es sich aber nicht nehmen, ab und zu mit der Ländlerformation Chäppelimusig Werthenstein aufzuspielen. Sport betreibt er am ehesten auf der Skipiste, gelegentlich ist er auch als Wanderer unterwegs. Besonders zugetan ist er dem Nationalsport Schwingen, allerdings nicht etwa als „Böser“ im Sägemehlring, sondern als faszinierter Zuschauer, der die Atmosphäre und die urtümlichen Rituale eines Schwingfests auf sich wirken lässt und das Bad der Menge geniesst. Nicht umsonst wurde der erklärte Freund des Schwingsports zum OK-Präsidenten des „Eidgenössischen“ 2004 in Luzern berufen, das zu einem denkwürdigen Ereignis und grossen Publikumserfolg wurde.